Stiftungskapital beträgt 715.000 Euro

Stiftungskapital beträgt 715.000 Euro

Mit freundlicher Genehmigung der Oldenburgischen Volkszeitung, Artikel vom 28. Juni 2014

Es waren durchaus beeindruckende Zahlen, die Franz Grimme als Vorsitzender der Dammer Bürgerstiftung gestern Abend beim zweiten Stiftermahl in der Scheune Leiber nannte. So hat sich das Stiftungskapital seit dem ersten Stiftermahl am 17. Juni 2013 um 39 000 auf 715 000 Euro erhöht; die Zahl der Zustifter mit Stiftungen in Höhe von 2000 und mehr Euro um fünf auf 58. An Spenden nahm die Bürgerstiftung 29 600 Euro ein. Seit Juni 2013 hat sie 18 Projekte mit einer Gesamtsumme von 24 500 Euro gefördert.

„Bürgerinnen und Bürger finden sich hier zusammen, um die gesellschaftliche Entwicklung unserer Region zu unterstützen“, betonte der Vorsitzende, der unter den Teilnehmern als Festredner Thomas Kossendey, Präsident der Oldenburgischen Landschaft, begrüßte. Verantwortung brauche aber Beständigkeit, fuhr Franz Grimme fort. Deshalb hätten die 23 Gründungsstifter sowie die Zustifter ein beachtliches Stiftungskapital zusammengetragen, dessen Zinsen die finanzielle Grundlage für die Arbeit seien. Aber die Bürgerstiftung kann auch auf viele ehrenamtliche Helfer etwa bei den größeren Projekten „Was kostet mein Leben?“ für Jugendliche und das Lesemonitoring als Förderung für leseschwache Schüler sowie beim Weihnachtskonzert zählen. Um dieses ehrenamtliche Engagement beneideten anderen Bürgerstiftungen die Dammer, sagte Franz Grimme.

Auf ein solches Engagement setze auch die Oldenburgische Landschaft, betonte Thomas Kossendey bei seinem Festvortrag. Sie vertrete die Interessen des Oldenburger Landes – und das inzwischen in einer Zeit, in der sich immer weniger Institutionen an den alten Grenzen des Oldenburger Landes orientierten. Mitglieder der Landschaft sind neben den sechs Landkreisen und drei kreisfreien Städten im Oldenburger Land zahlreiche weitere Kommunen, Verbände, Vereine und darüber hinaus Einzelpersonen. Um auch in Zukunft ihre Kulturarbeit erfolgreich leisten zu können, muss die Landschaft nach Worten ihres Präsidenten junge Menschen für die Mitarbeit gewinnen und einbeziehen. Das gelte insbesondere für junge Bürger mit einem Migrationshintergrund. Immerhin rund 20 Prozent der Bürger im alten Oldenburger Land besäßen einen solchen Hintergrund. Gelinge das nicht, habe er die Sorge, dass es das Oldenburgische Denken nicht mehr lange geben werde, sagte Thomas Kossendey während der Veranstaltung, die Thomas Aldenhoff und Annelie Goda musikalisch gestalteten. Die Suppe, die Schinkenröllchen mit Spargel und Schnittchen sowie die Nachspeise und Getränke servierten Gastronom Ludger Broermann und sein Team.