Eileen Kähling und Jannis Breitenstein gewinnen Förderpreis der Dammer Bürgerstiftung

Pfarrer Heiner Zumdohme spricht bei Stiftermahl über Subsidiaritätsprinzip 

„Freude schenken!“, so beschrieb Pfarrer Heiner Zumdohme in zwei knappen Worten das Ziel einer Bürgerstiftung. Sein Gastvortrag zum Thema „Subsidiaritätsprinzip“ war einer der Höhepunkte beim diesjährigen Stiftermahl der Dammer Bürgerstiftung am 15. Juni 2018.  Rund 90 Stiftungsmitglieder und Gäste hörten in der Scheune Leiber einen launigen ebenso wie tiefsinnigen Vortrag, der deutlich machte, wofür die Bürgerstiftung steht: Menschen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben.

Dieses Prinzip leben auch die beiden Gewinner des Förderpreises 2018 der Dammer Bürgerstiftung: Eileen Kähling und Jannis Breitenstein. „Eileen Kähling hat viele Talente. Schon mit sechs Jahren stand sie auf der Bühne“, erläuterte Karoline Zerhusen in der Laudatio. Über viele Jahre habe sie als Tanz-Mariechen im Carneval und in verschiedenen Tanz- und Sportakrobatikgruppen mitgewirkt. Auch die Musik gehöre zu ihren Talenten. So spiele sie Klavier, Blockflöte und Violine. Mit ihren Auftritten beim Karneval ebenso wie in Seniorenheimen oder Tagespflegestellen habe sie vielen Menschen Freude geschenkt. Ein weiteres Talent zeige sich in ihrer Malerei, führte Karoline Zerhusen auf. Heute gibt die 21-Jährige Studentin ihr Wissen und ihre Erfahrungen als Trainerin weiter.

Ebenso engagiert sich Jannis Breitenstein auf vielfältige Weise, betonte Laudator Helmut Wolf. Im Altenheim Maria Rast ist er im Projekt „Internet erfahren“ aktiv. Schon als Schüler begann er, Senioren den Umgang mit einem Computer näher zu bringen und auch heute noch ist der 22-Jährige bei jedem Computerabend im Altenheim dabei. So setzt er sich für die Anschaffung sogenannter VR-Brillen eingesetzt, die den älteren und kranken Menschen das Eintauchen in eine virtuelle Welt ermöglichen und so ein Stück neue Lebensqualität vermitteln. Bei RW Damme betreut er eine Flüchtlingsmannschaft und in Kolumbien hat er an einem Straßenkinderprojekt mitgearbeitet. Die Preisträger erhalten jeweils einen Betrag von 2000 Euro. Damit wurde der Förderpreis der Dammer Bürgerstiftung in diesem Jahr von 3000 Euro auf insgesamt 4000 Euro erhöht.

Die Verleihung des Förderpreises gehört zu den vielfältigen Projekten, in denen sich die Dammer Bürgerstiftung engagiert. Vorsitzender Franz Grimme gab im Rahmen des Stiftermahls einen Überblick über die Aktivitäten des vergangenen Jahres. So wurde der Theaterverein Dammer Berge bei seinen Open-Air-Aufführungen unterstützt ebenso wie der Hospizverein, das Projekt „Lebensoase“ von Maria Rast und die Vortragsreihe „Chancen des Alters“. Etablierte Projekte wie die Sprachförderung für Flüchtlinge, das Gesundheitsprojekt mit der Realschule, das Lesementorenprojekt oder die Initiative „Was kostet mein Leben“ konnten im Jahr 2017 durch die finanzielle Unterstützung der Bürgerstiftung und durch ehrenamtliches Engagement fortgeführt werden. Das Weihnachtskonzert und das Familienfest am 1. Mai gehörten zu den Höhepunkten des Jahres 2017. In diesem Zusammenhang wies Franz Grimme schon auf das nächste  Weihnachtskonzert hin, das am 8. und 9. Dezember 2018 auf dem Hof Zerhusen stattfinden wird.

„Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 24.500 Euro für Projekte bewilligt“, führte Franz Grimme in seinem Rückblick auf. Das Stiftungskapital konnte im Jahr 2017 um 9000 Euro auf 703.000 Euro erhöht werden. Das Gesamtvermögen beläuft sich auf 836.000 Euro. Insgesamt rund 28.000 Euro konnten durch Spenden eingenommen werden, wobei ein Großteil aus Spenden anlässlich der Eröffnung der neuen Wellpappenfabrik der Firma Zerhusen Kartonagen an die Bürgerstiftung floss. Das Ziel sei es, in Zukunft die Bürgerstiftung noch breiter aufzustellen mit neuen Ideen und Projekten.

Für den musikalischen Rahmen beim Stiftermahl sorgte Rainer Wördemann von der Kreismusikschule Vechta mit einer Gruppe von jugendlichen Saxophon-Spielern.

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