Bürgerstiftung will Gutes für Damme tun

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Engagierte Dammer bringen über eine halbe Million Euro Startkapital auf den Weg / Satzung aufgestellt

Unternehmer Franz Grimme hat sich viel vorgenommen. Er wurde am Dienstagabend zum Vorsitzenden der Initiative gewählt.

Damme. Damme hat jetzt eine Bürgerstiftung. Rund 80 Dammer machten am Dienstagabend im Hotel Tepe die Sache perfekt. Sie stellten die Satzung auf, wählten Stiftungsrat und Vorstand und dessen Vorsitzenden. Der heißt Franz Grimme.

Und der will mit „Spaß und Freude seine neue Aufgabe antreten“, erklärte er nach der Wahl. Eine große Aufgabe wird
es sein, die sich die Stiftung vorgenommen hat. Sie will fördern: die Kinder-, Jugend- und Seniorenhilfe, Bildung und Erziehung, Integration, den Sport, Kunst und Kultur, Brauchtum, Denkmal- und Heimatpflege, die Umwelt und den Naturschutz. „Das Ehrenamt ist dabei ein besonderer Faktor“, so Grimme. Die Arbeit solle nicht nur nützen, sondern
auch Spaß machen.

Die Idee der Stiftung hatte Dammes Bürgermeister Gerd Muhle schon im September 2011. Damals gründete sich unter 20 Bürgern ein Initiativkreis. Arbeitskreise tagten, Flyer mussten gemacht werden, eine Satzung wurde gebraucht – und Stiftungsmitglieder mussten gewonnen werden, vor allem Gründungsstifter. Zwanzig an der Zahl strebte die Initiative an. 21 waren es am Dienstagabend. Die ließen sich finanziell einiges gefallen. Denn wer Gründungsstifter sein will, muss mindestens 20000 Euro in die Stiftung einzahlen. Hinzu kommen 36 Zustifter. Sie zahlen 2000 Euro ein und sind somit Mitglied im Stifterforum.

Startet die Stiftung ihre Arbeit, hat sie aktuell 525000 Euro auf dem Konto. Diese dürfen freilich nicht ausgegeben werden. Das Stiftungskapital ist fest angelegt, aus den  Kapitalerlösen werden dann die Projekte gefördert. „Spenden können allerdings direkt verwendet werden“, so Christine Grimme von der Stifterinitiative und seit Dienstag Mitglied im Vorstand. „Als Stiftung müssen wir permanent präsent sein, sagt sie. Sie könne sich Veranstaltungen vorstellen, deren Erlöse in die Stiftung gehen. Sei es ein Stiftungsfest oder ein Konzert. „Wir müssen die Potenziale in Damme nutzen.

Gewählt wurde auch der Stiftungsrat – eine Art Aufsichtsrat des Vorstandes. Und der Geschäftsführer Franz Kraimer, vorher Mitglied im Initiativkreis. Der wird ehrenamtlich tätig sein. Und die Stadt Damme tut etwas dazu. Im Rathaus bekommt die Bürgerstiftung ein Büro, Kosten für Telefon und Kopierer trägt die Kommune.